Kameralistische Haushaltsführung

Die Haushaltsführung der Studierendenschaft ist gemäß dem Hochschulgesetz NRW eine kameralistische Haushaltsführung. Das bedeutet, dass lediglich der Geldverbrauch und Geldzufluss zur Studierendenschaft erfasst wird, jedoch nicht die eigentliche Entwicklung des "Besitzes". Ziel dieser Buchführung ist der treuhänderische Nachweis woher Gelder gekommen und wohin sie geflossen sind.

Kern dieser Haushaltsführung ist der Haushaltsplan, welcher, unterteilt in verschiedene Titelgruppen, Titel und Kapitel, sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Studierendenschaft anhand von IST und SOLL Prognosen beschreibt. Der Haushaltsplan prognostiziert hierbei jeweils für ein entsprechendes Haushaltsjahr die erwarteten Einnahmen und Ausgaben für die entsprechend definierten Zwecke (Posten). Während des Haushaltsjahres werden diese Posten gebucht, das heißt die Gelder werden ausgegeben oder eingenommen, was jeweils anhand von internen Buchungsanweisungen im AStA geschieht (siehe FHO und HWVO). Wichtig ist hierbei, dass ein Haushalt stets ausgeglichen seien muss: so muss die Differenz aus Ausgaben und Einnahmen stets Null ergeben. Dieses ist möglich, da Kreditaufnahmen als Einnahmen und Rücklagen als Ausgaben gesehen werden.

Da es sich bei einem wie oben beschriebenen Haushalt stets um eine Prognose handelt, ist dieser Haushalt üblicherweise nicht endgültig. Er wird zwar vor Beginn des Haushaltsjahres vom Parlament beschlossen, im Laufe des Haushaltsjahres gibt es aber üblicherweise Nachträge bzw. Nachtragshaushalte, welche einzelne Posten erhöhen und andere Posten verringern, je nach aktueller Entwicklung.